Lernraum für Geflüchtete

Im April wurde ein Lern- und Computerraum für Geflüchtete eröffnet…

In den Räumlichkeiten der methodistischen Gemeinde wurde ein Lern- und Computerraum für geflüchtete Menschen in Lichtenstein eingerichtet. Dort können sie an 2 Vormittagen und 2 Abenden pro Woche in Ruhe lernen, Stellenangebote im Internet suchen, eine Bewerbung schreiben, usw. Viele Geflüchtete haben keinen Computer zuhause und sind sehr dankbar für das Angebot.

Jihad, ein junger Familienvater aus Syrien, betreut den Lernraum an 2 Abenden. Er selbst freut sich sehr darüber, eine Möglichkeit zu haben, in Ruhe lernen zu können. Zuhause ist das oft schwierig mit seiner kleinen Tochter.

In Zukunft soll der Raum auch für weitere Angebote genutzt werden, z.B. für einen Konversationskurs.

Die aktuellen Öffnungszeiten sind:

Montags 18.00 – 20.00 Uhr

Dienstags 9.00 – 12.00 Uhr

Mittwochs 9.00 – 12.00 Uhr

Donnerstags 18.00 – 20.00 Uhr

5-jähriges Jubiläum des AK Asyl Lichtenstein

Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums des AK Asyl Lichtenstein hat die Geschäftsstelle eine Broschüre erstellt….

Diese liegt ab sofort im Rathaus, im evangelischen Gemeindehaus und in der Gemeindebücherei aus. Wir stellen daran einige geflüchtete Menschen sowie ein paar Mitarbeiter vor, präsentieren sehr anschaulich Zahlen und Fakten und lassen den Bürgermeister, die Asylpfarrerin Ines Fischer sowie die Pfarrer und Diakone der Kirchen zu Wort kommen.

Jeder ist herzlich eingeladen, sich ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen und sich ein umfassendes Bild von der Asylarbeit in Lichtenstein zu machen.

 

Weihnachtsfeier

Am Samstag, den 16. Dezember fand im Gemeindehaus ein von den Geflüchteten organisiertes Weihnachtsfest statt…

Das besondere an dieser Veranstaltung war, dass sie dieses Mal von den geflüchteten Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Gambia, usw. selbst organisiert wurde. Nur mit der nötigsten Unterstützung durch Haupt- und Ehrenamtliche wurde so ein wirklich großartiges Fest auf die Beine gestellt.

Schon 2 Tage vorher hatten mehrere Männer zusammen in der Küche des Gemeindehauses viele Stunden lang gebraten, gebrutzelt und gekocht. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. Riesige Platten voller Reis mit Fleisch, Gemüse, Salaten, Schalen voller leckerer Soßen, Dips und Teller mit süßen Nachspeisen und Kuchen standen für die Gäste bereit.

Am späten Nachmittag begrüßte Emad Abu Rinneh auf Arabisch die Gäste mit einem großen Dankeschön. Der Integrationsmanager Hakim Khezami, gebürtiger Tunesier, übersetze für ihn. „Wenn wir Ihnen allen nicht das zurückgeben können, was Sie für uns getan haben, werden es eines Tages unsere Kinder tun“. Die zahlreichen Gäste, darunter auch Bürgermeister Peter Nussbaum, Pfarrer Dr. Martin Bauspieß sowie Dekan Herrmann Friedl, waren sichtlich berührt von der Rede.

Im Anschluss durften sich alle am reichlichen Buffet, hinter dem die stolzen Köche standen, bedienen. Es herrschte eine fröhliche, ungezwungene Atmosphäre. Und nicht nur einer der Gäste machte den Vorschlag, doch mal einen arabischen Kochkurs zu starten.

Zwischendurch gab es noch einen musikalischen Beitrag vom Kader Ahmad mit seiner Saz sowie eine Bescherung für alle Kinder. Zum Glück hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des AK Asyl Lichtenstein genügend Geschenke einkalkuliert, so dass jedes Kind strahlend ein Geschenk entgegen nehmen konnte.

Wir hoffen sehr, dass wir in diesem Jahr wieder ein solches Fest auf die Beine stellen können. Denn es war für alle, Geflüchtete, Lichtensteiner Bürger, Haupt- und Ehrenamtliche der Asylarbeit ein voller Erfolg und ein sehr eindrückliches Erlebnis.

 

 

Ausflug in die Wilhelma

Nachdem der Ausflug letztes Jahr so viel Anklang fand, sind wir auch dieses Jahr wieder alle zusammen in die Wilhelma gefahren…

Am vergangenen Freitag sind wir mit ca. 80 Personen, verteilt auf 2 große Busse, in die Wilhelma gefahren. Viele Familien waren schon im letzten Jahr dabei und haben sich seit Wochen auf diesen Ausflug gefreut.

Gegen 11.30 Uhr haben wir dann in kleinen Gruppen die Runde durch die Wilhelma gemacht. Die Kleinsten wurden im Kinderwagen oder Fahrradanhänger geschoben. Zum Mittagessen traf man sich dann teilweise vor dem Elefantengehege, dort wurden große mitgebrachte Töpfe ausgepackt mit Salat, gefüllten Weinblättern, Teigtaschen und sogar Pommes. Sehr lecker!

Um 16 Uhr haben wir uns wieder am Eingang getroffen und sind mit den beiden Reisebussen nach Unterhausen zurück gefahren. Alle waren zwar müde vom vielen Laufen, aber sehr glücklich. Auch mit dem Wetter hatten wir wieder großes Glück. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder zusammen in die Wilhelma fahren können.

Gemütlicher Kochabend im Gemeindehaus

Am Mittwoch, den 11. Oktober haben wir zusammen mit den Flüchtlingen ein leckeres Herbstmenü gekocht…

Mit 35 Teilnehmern kochen, geht das überhaupt? Während die einen fleißig Brotteig angerührt haben, schnippelten die anderen eifrig Gemüse für die Kürbissuppe, ein paar Kinder durften Obst für den Nachtisch kleinschneiden und der Rest hat den Tisch gedeckt und die Zeit genutzt, um zu plaudern.

Unser Herbstmenü (Kürbissuppe mit frischem Brot und Obstquark als Nachtisch) kam bei allen gut an und war bis auf das Brot auch gar nicht so unbekannt. Kürbissuppe isst man in Syrien auch, gerne noch mit Erbsen und frisch gepresstem Zitronensaft auf der Suppe.

Beim nächsten Mal dürfen sich dann die Flüchtlinge ein Menü überlegen, das wir wieder gemeinsam kochen wollen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Kinder- und Jugendaktionstag

Am Samstag, den 8. Juli, fand der 16. Kinder- und Jugendaktionstag in Lichtenstein statt…

Bei schönstem Sonnenschein waren wir beim 16. Kinder-, Jugend- und Familienaktionstag rund um die Lichtensteinhalle und den Rathausplatz mit einem Stand vertreten.

Neben leckeren arabischen Köstlichkeiten wie gefülltem Gemüse, gefüllten Teigtaschen, Dattelbällchen, arabischer Pizza usw. haben unsere syrischen Mädchen und Frauen den Kindern bunte Tattoos auf die Arme gemalt und die deutschen Namen auf Arabisch geschrieben.

Allen hat das sichtlich Spaß gemacht und die Flüchtlinge fragten immer wieder, wann so ein Fest wieder stattfinden wird. Denn für ihre Kinder war das bunte Programm eine tolle Abwechslung und auch die Eltern haben diesen Tag richtig genossen.

Vielen Dank an alle Helfer vom AK Asyl, an die Flüchtlinge für das leckere Essen und an alle Besucher!

Kommunaler Flüchtlingsdialog

Im Rahmen des Inklusionsprojektes „Lichtenstein – eine Gemeinde für alle“ fand am vergangenen Dienstag im Gemeindehaus ein Kommunaler Flüchtlingsdialog statt…

Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen am Dienstag über 35 Personen, darunter Flüchtlinge, Ehren- und Hauptamtliche, Vereins- und Kirchenvertreter, zusammen. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden in den Bereichen Wohnen, Bildung und Arbeit sowie Kultur und Freizeit die aktuelle Situation sowie Verbesserungsvorschläge diskutiert.

So war die problematische und angespannte Wohnungssituation ein Thema. Eine Teilnehmerin brachte es mit der Aussage „Es gibt Leerstand, aber der wird nicht genutzt“ auf den Punkt. Fast alle waren sich einig, dass man die Kommunikation zu den Eigentümern verbessern müsse, um geeignete leerstehende Wohnungen zu finden und nutzbar zu machen.

Im Bereich Bildung und Arbeit wurden Ideen wie Probearbeiten, Patenschaften und gezielte Kommunikationsmaßnahmen als besonders vielversprechend angesehen. In Zukunft soll es für die Gemeinde einen Integrationsmanager geben, der sich unter anderem um die Vermittlung von Arbeit intensiv kümmern wird, verkündete Bürgermeister Nußbaum.

Die Arbeitsgruppe Freizeit, Vereine und Kultur legte ihren Schwerpunkt auf das Thema Begegnung. Am geplanten Bürger-Café sollen auch Flüchtlinge konzeptionell beteiligt werden.

Professionell moderiert wurde der Workshop von Danijel Paric (Polis-Institut) und Dr. Thomas Pfohl (Taten.Drang). Sie waren sehr zufrieden und lobten die Initiative und den Einfallsreichtum der Teilnehmer. Auch die aktive Beteiligung der Flüchtlinge ist sehr erfreulich und ein gutes Zeichen, denn Integration funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Die Ergebnisse des Workshops sollen nun auch umgesetzt werden. So heißt es aus der Gemeindeverwaltung, dass die Ideen im Gemeinderat präsentiert werden und in den bestehenden Arbeitskreis Inklusion einfließen.

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Wiedereröffnung der Fahrradwerkstatt

Nach einigen Monaten Pause eröffnet nun die Fahrradwerkstatt wieder neu. Willkommen sind alle Flüchtlinge, aber auch alle anderen Lichtensteiner Bürger, die Hilfe beim Reparieren ihrer Räder brauchen…

Ab sofort können Sie bei Siegfried Eckert in der Schulstraße 27 in Honau kostenlos Ihre Fahrräder reparieren lassen – falls neue Ersatzteile gebraucht werden, müssen Sie diese selbst bezahlen, gebrauchte Ersatzteile sind natürlich kostenlos.

Die Fahrradwerkstatt ist immer mittwochs von 16.00-18.30 Uhr geöffnet. Falls Ihnen handwerkliche Arbeiten Spaß machen, Sie zuhause aber nicht das passende Werkzeug haben, dürfen Sie auch gerne mit Ihrem Fahrrad vorbeikommen und selbst aktiv werden.

Fahrräder können leider nicht gelagert werden, so dass wir Sie bitten, Ihre Fahrräder abends wieder mitzunehmen, auch wenn sie vielleicht noch nicht fertig repariert sind.

Benefizkonzert der AlbSongsBand

Am Freitag, den 10. März fand im Gemeindehaus schon zum 2. Mal ein Benefizkonzert der AlbSongsBand statt. Neben internationaler und deutscher Rock- und Bluesmusik war auch syrische Musik auf einer Saz im Programm…

Andreas Felder und seine Bandmitglieder spielen seit Ende 2014 zahlreiche Konzerte, vor allem Benefizkonzerte für verschiedene gute Zwecke. Schon zum 2. Mal spielten sie am vergangenen Freitag für die Asylarbeit in Lichtenstein. Nachdem Andreas Felder kurzfristig absagen musste, sprang ein Freund, Ottmar Maier, ebenfalls versierter Musiker für ihn ein. Aus dem angekündigten schwäbischen Programm wurde dann ein internationaler und deutscher Rock- und Bluesmix, der bei den ca. 40 Gästen für gute Stimmung sorgte.

Außerdem kamen die Zuhörer in den Genuss von orientalischen Klängen. Kader, ein junger Mann aus Syrien, spielte auf seiner Saz, ein Saiteninstrument, das einer Gitarre ähnelt. In der Pause gab es ein leckeres Reisgericht aus der Riesenpfanne und verschiedene syrische Speisen, herzhaftes Gebäck und süße Kuchen.

Alles in allem war der Abend sehr gelungen und es kamen auch einige Spenden für die Asylarbeit sowie für das zuvor erworbene Instrument von Kader zusammen. Herzlichen Dank!

 

Kürbisgeister im Asylcafé

Das Café International ist der zentrale Treffpunkt für Flüchtlinge in Unterhausen, hier wurden Ende Oktober Kürbisgeister geschnitzt…

Im Café International, das jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr im Café Chai in der Bröger-Schule stattfindet, kommen Flüchtlinge und ehrenamtliche Mitarbeiter des AK Asyl Lichtenstein zusammen.

Ende Oktober wurden hier gemeinsam Kürbisgeister modelliert. Alle hatten viel Spaß. Das gemeinsame Werkeln überwindet Sprachbarrieren, schafft Gemeinschaft und verbindet. Wer das und andere schöne Aktionen oder einfach nur tolle Gespräche miterleben möchte, ist jederzeit herzlich willkommen.