Kürbisgeister im Asylcafé

Das Café International ist der zentrale Treffpunkt für Flüchtlinge in Unterhausen, hier wurden Ende Oktober Kürbisgeister geschnitzt…

Im Café International, das jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr im Café Chai in der Bröger-Schule stattfindet, kommen Flüchtlinge und ehrenamtliche Mitarbeiter des AK Asyl Lichtenstein zusammen.

Ende Oktober wurden hier gemeinsam Kürbisgeister modelliert. Alle hatten viel Spaß. Das gemeinsame Werkeln überwindet Sprachbarrieren, schafft Gemeinschaft und verbindet. Wer das und andere schöne Aktionen oder einfach nur tolle Gespräche miterleben möchte, ist jederzeit herzlich willkommen.

 

Ausflug in die Wilhelma

Am Freitag, den 4. November sind Mitarbeiter des AK Asyl Lichtenstein zusammen mit Flüchtlingen aus Lichtenstein in die Wilhelma gefahren…

Los ging es um 10 Uhr auf dem REWE-Parkplatz mit einem extra langen Reisebus der Firma Leibfritz. Bereits während der Fahrt war die Stimmung sehr ausgelassen und fröhlich. Vom wenige Monate alten Säugling bis zum über 80-jährigen Renter waren alle Altersklassen vertreten. Für alle war dieser Ausflug etwas ganz Besonderes. Mal die alltäglichen Sorgen und Probleme hinter sich lassen, gemeinsam einen unbeschwerten Tag genießen, darauf freuten sich Jung und Alt.

In der Wilhelma liefen wir zunächst gemeinsam los, schnell löste sich die Gruppe aber in kleinere Grüppchen auf. Dort, wo es besonders interessant war, trafen wir uns jedoch immer wieder. Z.B. bei der Fütterung eines Faultiers, vor dem Elefantengehege oder bei den Affen im neu gebauten Affenhaus, deren spielerisches Raufen und neckisches Verhalten alle faszinierte.

Das Wetter war uns wohlgesonnen, kein Tropfen Regen und immer wieder schönster Sonnenschein. Beim Bauernhof angekommen, machten viele eine Pause – der ein oder andere war doch schon etwas erschöpft vom vielen Laufen.

Um 16 Uhr trafen wir uns beim Ausgang und stiegen müde, aber sehr glücklich wieder in den Bus ein. Von den lebhaften Kindern kam kein Mucks mehr, manche haben auf der Fahrt tief und fest geschlafen. So kehrten wir bei einbrechender Dunkelheit nach Unterhausen zurück. Dieser Tag wird uns allen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Schwimmkurs für Flüchtlinge

Am Montag, den 26. September, startet im Hallenbad Unterhausen ein neuer Schwimmkurs für Flüchtlinge…

Im ersten Halbjahr 2016 fand im Hallenbad der Gemeinde Lichtenstein ein Schwimmkurs für Flüchtlinge statt. Dieser wurde den Teilnehmern kostenlos angeboten. Die Übungsleiter waren drei ausgebildete Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Lichtenstein. Ideell wurde dieses Angebot vom Arbeitskreis Asyl Lichtenstein begleitet und vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg finanziell unterstützt.

Bis zu 15 Teilnehmer nahmen wöchentlich daran teil. Das Alter betrug zwischen 15 und 35 Jahre. Am Anfang lag das Augenmerk auf der Wassergewöhnung, denn viele der Teilnehmer hatten noch nie ein Bad gesehen. Außerdem waren viele auf der langen Reise nach Deutschland mit den Gefahren des Wassers konfrontiert worden. Nach und nach konnten sie sich damit „anfreunden“ und sich mit der räumlichen Umgebung vertraut machen. Wichtig war das gegenseitige Vertrauen, das erst aufgebaut werden musste.

Nach 4-5 Übungsstunden zeigten sich bei einigen die ersten Erfolge: So gelang das Gleiten mit Schwimmhilfen, das Sichstellen auf Schwimmmatten oder das Rennen und Rutschen über Laufmatten. Das gelegentliche Herunterfallen wurde von den Anderen mit einem großen Gelächter quittiert. Selbst kleine „Tauchübungen“ trauten sie sich nun zu. Mit der Zeit gelangen die ersten kontrollierten Schwimmbewegungen. Die Angst vor dem „bösen“ Element Wasser verlor sich mehr und mehr.  Mutige begaben sich mit Begleitung eines Übungsleiters auch in die tieferen Bereiche des Schwimmbeckens.

Alle nahmen  mit Freude und Spaß an den Übungen teil. Ein erwachsener Teilnehmer hat inzwischen das Frühschwimmer-Abzeichen, das bei Kindern beliebte Seepferdchen erworben. Alle haben von diesem Schwimmkurs profitiert, die Flüchtlinge aber auch die Übungsleiter.

Deshalb wollen die DLRG-Übungsleiter nun einen Folgekurs für erwachsene Männer anbieten. Nach den Voranmeldungen sind auch Neulinge dabei, sodass individuell auf deren Bedürfnisse eingegangen wird. Der Kurs beginnt am Montag, den 26.09. von 14-15 Uhr und wird im Rahmen der Integration für Flüchtlinge, Arbeitssuchende und weitere Interessierte angeboten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, weshalb eine Anmeldung über Monika.Burk@googlemail.com erfolgen muss.

Schließung der Staufenburg

Mit der Schließung der Staufenburg muss sich der Arbeitskreis Asyl Lichtenstein neu strukturieren…

Nachdem die Staufenburg im Laufe des August geräumt wurde und alle Bewohner nach Pfullingen, Eningen und in die Schillerstraße in Unterhausen umgezogen sind, sind wir nun dabei uns neu zu strukturieren. So müssen z.B. neue Räumlichkeiten für die Fahrradwerkstatt gefunden werden und Angebote wie die Kreativstunde in das Café International integriert werden. Dieses macht nach der Sommerpause am Mittwoch, den 14. September, wieder auf, dann mit neuen Öffnungszeiten von 16-19 Uhr.

Grillfest auf der Staufenburg

Am Samstag, den 9.7.2016 fand im Garten der Staufenburg ein großes Grillfest statt, zu dem der Arbeitskreis Asyl Lichtenstein Anwohner und Kooperationspartner eingeladen hatte…

Am Samstag, den 9. Juli genossen die Gäste des AK Asyl Lichtenstein und die Flüchtlinge aus der Staufenburg bei strahlendem Sonnenschein die schöne Atmosphäre. Es gab leckeres Fleisch vom Grill und ein reichhaltiges Buffet. Ein paar der afrikanischen Bewohner packten ihre Trommeln aus und sorgten so für stimmungsvolle Musik. Gleichzeitig war dieses Fest auch ein Abschied, denn die Staufenburg wird bis Ende August geschlossen und die Bewohner in Unterkünfte in Pfullingen und Eningen verlegt. Vor allem hinsichtlich der Sprachkurse, die bislang in der Staufenburg stattfanden, aber auch der Arbeitsbeschaffung, die sehr erfolgreich war – bereits ein Drittel der Flüchtlinge in der Staufenburg hat einen Arbeits- bzw. einen Ausbildungsplatz – wird der Kontakt und die Unterstützung jedoch weiterhin erhalten werden.

 

Einer der Gäste, der sich an diesem Abend lange mit einem der  Asylbewerber in der Staufenburg unterhalten hat, fasste seine Gedanken in Worte:

Im Verlauf unseres Lebens gibt es immer wieder Veränderungen, auf die wir nicht vorbereitet sind. Eine besonders gravierende Veränderung ist die Flucht vor Gewalt und Verfolgung in ein fremdes Land. Dort wird man von den Politikern freundlich willkommen geheißen – ansonsten wird man erst mal weggeschlossen in ein Heim oder einen Container. Dazu gibt es vom Staat die gesetzlich vorgesehenen sozialen Leistungen. In dieser Unterbringung lebt man zusammen mit vielen fremden Menschen; man sucht Gleichgesinnte, die die gleiche Sprache sprechen oder den gleichen Glauben haben – und man findet Freunde und Bekannte unter den anderen Flüchtlingen und auch freundliche Menschen im neuen Gastland. Nun heißt es warten. Werde ich als Flüchtling anerkannt? Bekomme ich eine Wohnung und Arbeit und kann ich meine Familie nachholen? Das Warten dauert ein Jahr und länger und man sieht kein Licht am Ende des Tunnels. Aber es gibt zum Trost die Leidensgenossen, die man im Heim kennengelernt hat und die Helfer aus den Kirchen und Vereinen – Privatleute, die einfach selbstlos helfen, weil sie vor Jahrzehnten ein ähnliches Schicksal hatten oder einfach, weil sie helfen wollen. Eine solche Gemeinschaft von Flüchtlingen zwischen Hoffen und Bangen und eine Helfermannschaft, die selbstlos hilft, gibt es auf der Staufenburg außerhalb von Unterhausen. Nun wird diese bunt zusammengewürfelte Gemeinschaft wieder auseinandergerissen. Es war klar, dass dies nur eine Gemeinschaft auf Zeit ist, und dass jeder weiterhin seine Beziehungen zu seiner Familie hat, die irgendwo in Europa oder noch in der Heimat lebt. Trotzdem hat man auch hier seinen vertrauten Bekanntenkreis und seine tägliche Routine gefunden. Mit den neuen Bekannten muss man sich vielleicht das Zimmer, auf jeden Fall die Gemeinschaftsräume teilen, und gemeinsam versucht man, die Zeit totzuschlagen.

Die Zeit totschlagen, das ist das Schlimmste, das elende Warten – auf den Bescheid, auf das nächste Interview, auf den Pass, auf Nachricht von der Familie – warten, warten, warten. Dabei gibt es viele Flüchtlinge mit einer qualifizierten Ausbildung und dem Willen hier bei uns zu arbeiten, wenn man sie nur ließe. In der Staufenburg lebt ein Krankenpfleger aus Syrien, der liebend gerne sofort in einem Krankenhaus oder einer sozialen Einrichtung anfangen und arbeiten würde, aber er bekommt keine Erlaubnis dazu. Sein Pass liegt bei den Behörden und es geht einfach nicht weiter. Erschwerend kommt hinzu, dass er zwar in Syrien gelebt hat und von dort eingereist ist – seine Nationalität ist aber Palästinenser. In anderen Ländern in Europa und in anderen deutschen Bundesländern werden solche Fälle wesentlich schneller bearbeitet. Die Familie des Palästinensers, der vor mehr als einem Jahr aus Syrien kam, ist erst später nach Europa gekommen. Die Frau und die 3 Kinden haben in den Niederlanden nach wenigen Wochen bereits Asyl und eine Wohnung außerhalb von Amsterdam bekommen. Leider darf der Vater sie nicht einmal besuchen, da er keinen Pass hat und gegen seine Auflagen verstoßen würde.

Diese Notgemeinschaft der Flüchtlinge wird nun wieder zerrissen, weil die Staufenburg bis Ende August geschlossen wird. Und so wurde die Grillparty am letzten Samstag zu einer Art wehmütiger Abschiedsfeier. Einerseits herrscht schon wieder Aufbruchsstimmung, andererseits weiß man, dass sich auch am neuen Wohnort nichts bewegen wird – man wartet weiter und hofft und wartet. Es ist schon eine komische Situation, wir haben viele offene Arbeitsstellen, wir haben arbeitswillige Asylsuchende, die keine Sozialhilfe, sondern ihren Lohn ehrlich verdienen wollen und keiner interessiert sich dafür. Die Behörden machen Dienst nach Vorschrift, die Politiker rennen dem nächsten Hype nach und die Asylanten werden vergessen. Man kann nicht sagen, dass nichts getan wird, und dass sich nichts bewegt. Im Gegenteil, die Asylmaschinerie läuft weiter und an ihrem Tropf hängen viele Firmen und Arbeitsplätze. Es gibt viele freiwillige Helfer, die den Asylanten zur Seite stehen, aber es ist sehr schwierig, Menschen aus der sozial abgesicherten Lethargie wieder zu aktivieren und ins Berufsleben zu bringen.

Der Arbeitskreis Asyl Lichtenstein ist sehr rege und kümmert sich um jeden einzelnen Flüchtling. Einige Flüchtlinge arbeiten bereits bei örtlichen Firmen im Baubereich und im Handwerk, bei der Gemeinde und bei anderen Einrichtungen – aber das ist oft nicht abgesichert und steht manchmal auf tönernen Füßen. Wir müssen dringend neue Organisationsformen finden, um den Flüchtlingen schneller und effizient zu helfen. Unsere Gesetze und Vorschriften sind für Schönwetter gemacht und wir haben einen Orkan in unserem Land und in unserer Gesellschaft!

wn

Gottesdienst anlässlich des Weltflüchtlingstages

Am Sonntag, den 26. Juni, fand in der Johanneskirche ein Gottesdienst anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni statt. Neben Frau Drecoll, der evangelischen Pfarrerin, und der Asylpfarrerin Ines Fischer wirkten auch Flüchtlinge aus Lichtenstein sowie Iris Loehrke von der Geschäftsstelle des AK Asyl mit…

In einem feierlichen Gottesdienst standen am Sonntag in der Johanneskirche Unterhausen die Flüchtlinge und der AK Asyl im Mittelpunkt. Die Asylpfarrerin Ines Fischer erinnerte in ihrer Predigt an die beschwerliche Flucht der Flüchtlinge und forderte zu Verständnis und Mitgefühl auf. Sie machte auf die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland aufmerksam und dankte den Ehrenamtlichen AK Asyl Lichtenstein für die tolle Arbeit, die sie in Lichtenstein tagtäglich leisten.

Für wunderschöne Musik sorgten Omar Ba aus Senegal und Mirzo Shvan aus Syrien. Sie spielten eindrucksvoll auf Djembe-Trommeln bzw. einer Tambur. Auch Tony Mono aus Nigeria beteiligte sich am Gottesdienst, er sprach eine Fürbitte für alle Flüchtlinge auf Englisch.

Im Rahmen des Gottesdienst wurde außerdem ich als Geschäftsstellenleiterin des AK Asyl Lichtenstein in mein Amt eingeführt. Mit freundlichen Worten hieß mich Pfarrerin Sabine Drecoll willkommen und gab mir zusammen mit Ines Fischer den Segen.

Im Anschluss sprach mir Marco Gass, der als Vertretung des Bürgermeister zum Gottesdienst kam, seine Anerkennung für meine Arbeit aus und wünschte mir viel Erfolg für die zukünftigen Aufgaben. Dafür bedanke ich mich recht herzlich!

Iris Loehrke

GEA-Bericht über den AK Asyl Lichtenstein

Am 21. Juni besuchte uns Joachim Baier vom GEA in der Geschäftsstelle des AK Asyl Lichtenstein und stellte uns viele Fragen zu unserer Arbeit. Mit dabei war auch Herr Allramseder von der Firma Allramseder, die den Arbeitskreis Asyl nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch zwei Flüchtlinge beschäftigt…

Am 23. Juni erschien im GEA ein Artikel, in dem über die Geschäftsstelle sowie den Arbeitskreis und auch die Firma Allramseder berichtet wurde, die uns letztes Jahr zu Weihnachten mit einer großzügigen Spende bedacht hat und der zwei Flüchtlinge aus Unterhausen in seiner Firma beschäftigt.

Hier geht es zum Artikel:

http://www.gea.de/region+reutlingen/pfullingen+eningen+lichtenstein/die+faeden+in+einer+hand+.4865861.htm

Kunst im Tuffsteinkeller

Vom 17.-19. Juni fand in Honau die alljährliche Veranstaltung „Kunst im Tuffsteinkeller“ statt. Auch der AK Asyl Lichtenstein durfte dort einige Werke präsentieren…

Durch den Ort Honau fließt die Echaz, ein kleiner Fluss, der sehr viel Kalk aus den umliegenden Bergen mit sich trägt. Aus diesem Kalk ist der Untergrund in Honau geformt und aus den Tuffsteinen, die aus versteinerten Pflanzen entstanden, wurden die dortigen Häuser gebaut. Die Schächte im Boden wurden früher als Keller für Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Sauerkraut und in Gläsern eingekochtes Obst und Gemüse genutzt.

Rund 1.000 Besucher kamen von Freitag bis Sonntag nach Honau, um Bilder, Fotos, Skulpturen und Installationen von regionalen Künstlern in verschiedenen Tuffsteinkellern und Gebäuden in Honau zu bestaunen.

In der Honauer Kirche wurden im Rahmen eines Malprojekts mit Jeanette Sommer Bilder ausgestellt, die von Flüchtlingen aus der Staufenburg gemalt wurden. Viele Flüchtlinge konnten auf diese Weise traumatische Erlebnisse verarbeiten, ihre Trauer, ihre Ohnmacht gegenüber der politischen Situation aber auch ihre Liebe zu ihrem Heimatland zum Ausdruck bringen.

Außerdem waren dort auch Fotos der Aktion „Grenzen überwinden“ zu sehen. Dominik Walter hatte im November 2015 rund 200 Lichtensteiner Bürger und Asylbewerber zusammengebracht. Diese taten sich jeweils zu zweit zusammen und ließen sich separat von dem Fotograf Stefan W. Wolf fotografieren. Dieser setzte im Anschluss die Fotos zusammen. So sind verschiedene Collagen entstanden, die zeigen, dass alle, egal ob Einheimische oder Flüchtlinge, nur Teil eines großen Ganzen sind und Grenzen leicht zu überwinden sind.

 

Afrikaprojekt an der Karl-Bröger-Schule

In der Woche vom 13.-17. Juni fand an der Karl-Bröger-Schule ein Afrika-Projekt statt. Moses, Ibrahim und Saikuh, 3 Afrikaner aus der Staufenburg, nahmen daran teil und stellten den Schülern mit großer Begeisterung einige afrikanische Spiele vor…

Barbara Simen, Lehrerin an der Karl-Bröger-Grundschule in Unterhausen, hatte die großartige Idee, Asylbewerber aus Afrika zum Afrikaprojekt einzuladen. Mit ihren Schülern behandelte sie das Thema „Spielen und Spielzeug in Afrika“ und so kamen Moses und Ibrahim aus der Staufenburg in den Unterricht, um mit den Kindern einige afrikanische Spiele auszuprobieren.

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und spontaner Offenheit beantworteten sie außerdem die Fragen der Schüler. Vor allem die Jungen in der Klasse waren von den Gästen völlig hingerissen – endlich mal männliche Gegenüber! Der sprachliche Austausch gelang mal auf Deutsch, mal auf Englisch und war nicht nur für die Afrikaner sondern auch für die Schüler ein gutes Sprachtraining. Sie lernten sogar einige afrikanische Wörter in Mandinka.

Barbara Simen war begeistert von der Improvisationsfähigkeit der Afrikaner, z.B. als ein plötzlicher Regenguss eine spontane Programmänderung erforderlich machte. Dieser „Ausflug“ in das afrikanische Lebensgefühl ging sogar so weit, dass alle die Zeit völlig vergaßen und die Begegnung am Ende doppelt so lange dauerte wie geplant.

Am letzten Tag der Afrikawoche kamen Moses, Ibrahim und Saikuh dann zum Afrika-Schulfest, wo Barbara Simens Klasse Spielstationen mit afrikanischen Spielen anbot. Die drei übernahmen spontan die Betreuung des Ngoli-Spiels mit selbst gemachten afrikanischen Bällen. In diesem Raum herrschte stets eine super Stimmung, ausgelöst durch den lockeren und freundlichen Umgang der drei Afrikaner mit den Kindern.

Vielen Dank an Moses, Ibrahim und Saikuh für diese wertvollen und spannenden Einblicke in ihre Kultur! Und vielen Dank auch an Frau Simen und ihre Schüler für ihr Interesse und ihre Offenheit!