Nächstes Arbeitskreis-Treffen am 26. Oktober 2021

Liebe Ehrenamtliche, Interessierte, Freunde und Teilhabende,

langsam kehrt wieder etwas Normalität in unseren Alltag und hoffentlich auch in den der geflüchteten Menschen in Lichtenstein. Diese Zeit voll Unsicherheit und Einschränkungen war für uns alle sehr herausfordernd. Nach wie vor gibt es für den AK Asyl viele Anfragen und Bedarfe, die uns vor allem durch die Integrationsmanagerinnen mitgeteilt werden. Zur Zeit gibt es wieder eine große Nachfrage nach Unterstützung im Erlernen der deutschen Sprache, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die den Anforderungen in der Schule gegenüberstehen. Ein weiterer wichtiger Punkt, der uns sehr am Herzen liegt, ist die Gestaltung eines offenen und wertschätzenden Austausches aller Menschen in unserer Gemeinde. Uns interessieren die Erlebnisse, Schicksale, Erfahrungen und Sichtweisen der Menschen, die in Lichtenstein leben. Um diesen Austausch und diese Begegnungen möglich zu machen, braucht es Begegnungsräume und gemeinsame Aktivitäten. Dies alles ins Leben zu rufen, auch jetzt unter besonderen Umständen durch die Corona-Krise, sind wir auf die Mithilfe und Unterstützung vieler helfender Hände angewiesen! Wir würden uns freuen, wenn sich der Kreis der Ehrenamtlichen wieder vergrößern würde. Wenn Sie sich vorstellen können, sich gemeinsam mit anderen für ein friedliches uns buntes Lichtenstein einzusetzen, dann schreiben Sie uns eine Email an folgende Emailadresse:

geschaeftsstelle.akasyl@gmail.com

oder kommen Sie doch gleich zu unserem nächsten Arbeitskreis-Treffen:

Im Bürgertreff Lichtenstein am Dienstag, 26. Oktober 2021 um 18:30 Uhr. Wir freuen uns auf Sie!

Herzliche Grüße im Namen des Arbeitskreises

Claudia Leippert

10.Dezember – Tag der Menschenrechte

1948, drei Jahre nach dem entsetzlichen 2. Weltkrieg, wurden die (internationalen) universellen Menschenrechte von den Vereinten Nationen ausgerufen. Ziel war es, dass sich die Gräuel und Not u.a. eines Krieges, nie wieder wiederholen sollten und hierzu sollten alle Länder zustimmen. Zu den Menschenrechten zählen z.B. das Recht auf Bildung und Gesundheitsversorgung, das Recht auf (sauberes) Wasser, und ganz allgemein …“alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Es existieren weltweit leider eine sehr unterschiedliche Umsetzung,  bzw. sogar das absolute Nicht-Einhalten der Menschenrechte – die Rechte sind (leider) nicht einklagbar.

Daran wurde heute in Reutlingen auf dem Marktplatz erinnert – Passanten, Gäste und interessierte Menschen kamen und hinterließen als Symbol ihrer Solidarität und ihres Gedenkens an die Menschenrechte und derer Missachtungen ihren Fußabdruck. Wir hoffen, dass wir uns – abgesehen vom 10. Dezember – auch weiterhin an die universell geltenden Rechte für Menschen erinnern und diese respektieren.

Ausflug zum Biolandhof Rauscher in Hohenstein

Am 2. Oktober haben wir mit 20 Menschen mit Fluchthintergrund einen Ausflug nach Ödenwaldstetten zur Hofkäserei Rauscher gemacht. Die Gruppe setzte sich aus Kindern und Erwachsenen aus Syrien, Irak, Eritrea und Gambia zusammen. Helmut Rauscher führte uns über den Hof und vermittelte amüsante und interessante Einblicke in die Arbeit mit Wasserbüffeln und Kühen unter Berücksichtigung der biologischen Landwirtschaft. Auch über die geologischen und meteorologischen Bedingungen auf der rauen Alb konnten selbst  die „Einheimischen“ noch einiges lernen. Wussten sie zum Beispiel, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Ödenwaldstetten bei nur 9,6 Grad liegt? Die Kinder interessierten sich neben den Büffeln besonders für die Schweine und Katzen. Außerdem gab es herrliche Schlammpfützen. Im Anschluss durften wir verschiedene Käse verkosten und den beeindruckenden Klängen des Alphorns lauschen. Der Hof beschäftigt selbst eine Frau aus Syrien, die inzwischen dort das deutsche käsen gelernt hat und die Älbler wiederum mit ihrem Wissen über Käse bereichert. Es war ein gelungener Ausflug und wir bedanken uns bei der Hofkäserei Rauscher, die dieses  Angebot kostenlos gemacht hat.

Jeanette Sommer

Letztes Asyl-Café

Am Mittwoch, den 27. November 2019 fand das letzte Asyl-Café in den Räumen des Café Chai in der Brögerschule statt.  Nach vielen Jahren des gemeinsamen Spielens, Sprechen und Zusammenseins haben sich nun die Bedarfe der Menschen mit Fluchhintergrund geändert. War das Asylcafé lange Anlaufstelle für Fragen rund um das „Ankommen“ in Lichtenstein, so sind jetzt andere Themen an der Tagesordnung. Für den Asylkreis bedeutet dies ein Neuausrichtung.

Der letzte Abend im Asyl-Café war jedoch ein voller Erfolg. Viele Menschen, die lange nicht mehr vorbeigeschaut haben waren zu Gast um die gemeinsame Zeit zu feiern. Sowohl die aktiven Ehrenamtlichen, als auch ehemalige Engagierte waren präsent und haben zum bunten Buffet beigetragen. Herzlichen Dank dafür!

Gemeinsam den „Orientalischen Eintopf“ genießen

 

Auch neue Ehrenamtliche haben die Gelegenheit zum Kennenlernen genutzt

 

Auf bald!

Abend der Internationalen Gesellschaftsspiele

Am Dienstag, den 18. Februar 2019 veranstaltete der AK Asyl einen Abend der Internationalen Gesellschaftsspiele! Wir trafen uns zu verschiedenen und internationalen Spielen bei Kaffee, Tee und gemütlichem Beisammensein! Von 17:00 bis 20:00 Uhr wurde im Bürgertreff in Unterhausen gewürfelt, gepokert und taktiert. Hier ein paar Eindrücke:

                           

Gemeinsame Putzaktion in Lichtenstein

Am Samstag, den 16. April, haben rund 30 Flüchtlinge und Ehrenamtliche des AK Asyls Lichtenstein sowie weitere Freiwillige mitgeholfen, längst vergessenen Müll am Straßenrand, auf Wiesen und im Wald zu entsorgen. Alle hatten viel Spaß dabei…

Liebe Lichtensteiner,

wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns bei der Markungsputzete unterstützt haben. Leider hat uns das Wetter am Samstagnachmittag einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ein wesentliches Ziel war es für uns zusammen mit den Asylanten in Lichtenstein etwas wirklich Sinnvolles zu tun und mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Beides ist uns gut gelungen. Bereits auf dem Weg gab es intensive Gespräche und danach saßen die Teams bunt gemischt in der Aula der Uhlandschule bei Vesper und Getränken, die von der Gemeinde spendiert wurden.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, an die Gemeinde, an die Freiwillige Feuerwehr Lichtenstein, an den Hausmeister der Uhlandschule und ganz besonders an Herrn Schwille und sein Team vom Bauhof, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre.

Unsere Gemeinde ist relativ sauber. Die Mitarbeiter des Bauhofs leeren an jedem Freitag die Mülleimer und nehmen dann auch den an den Altglascontainern „wild“ abgelegten Müll mit. Es gibt jedoch leider immer wieder Leute, die meinen, ihren Müll auf Kosten der Allgemeinheit am Altglascontainer, in der Echaz, an Wanderwegen oder im Wald einfach wegwerfen zu können. Dabei handelt es sich nicht nur um leere Flaschen, um Verpackungen oder um die Behälter vom Fast-Food-Essen oder gebrauchte Baby-Windeln – es werden auch größere Gegenstände einfach in die Natur geworfen.

Bereits bei den Vorbereitungen für die Markungsputzete haben die Mitarbeiter der Bürgerinitiative „Wir sind Lichtenstein“ vier alte Autoreifen mit Felgen im Reißenbach gefunden. Ein Prospektverteiler, der seiner Arbeit wohl überdrüssig war, hat seine gesamte Wagenladung in einem Gebüsch mitten im Ort „entsorgt“. An der Lichtensteinhalle fanden Schüler der Uhlandschule einen Monitor und einen defekten Receiver.

Werner Neubrander der Sprecher der Bürgerinitiative „Wir sind Lichtenstein“ hat die Markungsputzete in Unterhausen generalstabsmäßig geplant. Er hat Einsatzpläne, Fahrpläne für die Fahrzeuge, Routenbeschreibungen und Routenpläne, auf denen das betreffende Revier und die Route farbig eingezeichnet waren, für die Teams vorbereitet, die am Samstag unterwegs waren.

Zu einem Treffen der Bürgerinitiative „Wir sind Lichtenstein“ im März kamen auch 2 Flüchtlinge mit ihrem Betreuer und bekundeten das Interesse der Flüchtlinge, die in der Staufenburg wohnen, an unserer Dorfputzete. Kurz darauf hat der Arbeitskreis Asyl in Lichtenstein 30 Asylbewerber zur Markungsputzete angemeldet.

Die Asylanten und die Betreuer trafen sich an der Staufenburg. Dort wurden von Dieter Bertsch und Siegfried Benndorf von „Wir sind Lichtenstein“ die Teams gemäß Einsatzplan eingeteilt und die Routenbeschreibung und die Arbeitsgeräte  ausgegeben.

Ein Mannschaftswagen der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenstein, ein LKW des Bauhofs mit großer Kabine und ein privater Kleinbus brachten die Teams zu den außerhalb liegenden Ortsteilen, zu Wanderwegen, Aussichtspunkten und Rast- und Spielplätzen außerhalb von Lichtenstein.

Betreut wurden die Asylanten von den Mitarbeitern von „Wir sind Lichtenstein“ und von Mitgliedern der örtlichen Vereine und vor allem von Mitarbeitern des Arbeitskreis Asyl und von Mitgliedern der Offenen Grünen Liste. Die Teams, die mit einem Fahrzeug oder zu Fuß an der Staufenburg starteten, bestanden aus 4 – 5 Leuten – meist aus 2 oder 3 Asylanten und 2 Einheimischen.

Die Teilnehmer aus den Vereinen und Familien mit Kindern und freiwillige Helfer, die sich meist vorher angemeldet hatten, erhielten ihre Arbeitsgeräte, Greifzangen, Eimer und Müllsäcke zusammen mit dem Routenplan an der Uhlandschule in Unterhausen und brachen auf in die eingeteilten Reviere.

Wir freuten uns besonders über eine Familie, die angekündigt hatte, dass sie den Fußweg nach Honau saubermachen wollte – und dort vor allem die Hundehäufchen und die weggeworfenen Plastiktüten mit den Hinterlassenschaften von Hunden speziell an den Böschungen beseitigen wollte. Die Hundehäufchen auf privaten Grundstücken und am Wegesrand werden von den meisten Bürgern als ein großes Ärgernis empfunden.

Eine ganz besondere Anmeldung zur Markungsputzete kam von Arnold Sendler, dem Vorsitzenden der Grünen im Gemeinderat von Lichtenstein. Er kam mit seinem Kleinbus zur Staufenburg fuhr mit einem größeren Team zum Kalkofen und übernahm die Säuberung des Bereichs Kalkofen, die Wege zur Nebelhöhle und die Wege zum Schloss Lichtenstein mit dem dort liegenden großen Kinderspielplatz.

Eine Stunde nach dem Start begann es leider zu regnen – und der Regen wurde immer stärker. Einige Teams stellten sich unterwegs unter oder flüchteten in ihre Fahrzeuge. Für die Rückholung der teilweise durchnässten Helfer bei der Putzete wurden die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Bauhofes und sogar ein Kleinbus des DRK eingesetzt.

Zum Abschluss der Markungsputzete trafen sich alle Teilnehmer in der Aula der Uhlandschule. Dort waren Getränke und ein Vesper bereitgestellt, das von der Gemeinde spendiert wurde. Auch das von „Wir sind Lichtenstein“ kreierte Lichtensteiner Laugen–„L“, das für Lichtenstein steht, durfte nicht fehlen.

Alle Teilnehmer, der Bürgermeister von Lichtenstein Peter Nußbaum und mehrere Gemeinderäte, die bei der Markungsputzete mitgearbeitet hatten, saßen nun zusammen mit den Asylanten aus der Staufenburg in der Aula.

Werner Neubrander von „Wir sind Lichtenstein“ bedankte sich bei allen Teilnehmern und bedauerte, dass das Wetter leider nicht gehalten hat. Ansonsten war er froh, dass die Aktion reibungslos über die Bühne gegangen ist.

Werner Neubrander – Wir sind Lichtenstein