Am 21. Juni besuchte uns Joachim Baier vom GEA in der Geschäftsstelle des AK Asyl Lichtenstein und stellte uns viele Fragen zu unserer Arbeit. Mit dabei war auch Herr Allramseder von der Firma Allramseder, die den Arbeitskreis Asyl nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch zwei Flüchtlinge beschäftigt…
Am 23. Juni erschien im GEA ein Artikel, in dem über die Geschäftsstelle sowie den Arbeitskreis und auch die Firma Allramseder berichtet wurde, die uns letztes Jahr zu Weihnachten mit einer großzügigen Spende bedacht hat und der zwei Flüchtlinge aus Unterhausen in seiner Firma beschäftigt.
Vom 17.-19. Juni fand in Honau die alljährliche Veranstaltung „Kunst im Tuffsteinkeller“ statt. Auch der AK Asyl Lichtenstein durfte dort einige Werke präsentieren…
Durch den Ort Honau fließt die Echaz, ein kleiner Fluss, der sehr viel Kalk aus den umliegenden Bergen mit sich trägt. Aus diesem Kalk ist der Untergrund in Honau geformt und aus den Tuffsteinen, die aus versteinerten Pflanzen entstanden, wurden die dortigen Häuser gebaut. Die Schächte im Boden wurden früher als Keller für Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Sauerkraut und in Gläsern eingekochtes Obst und Gemüse genutzt.
Rund 1.000 Besucher kamen von Freitag bis Sonntag nach Honau, um Bilder, Fotos, Skulpturen und Installationen von regionalen Künstlern in verschiedenen Tuffsteinkellern und Gebäuden in Honau zu bestaunen.
In der Honauer Kirche wurden im Rahmen eines Malprojekts mit Jeanette Sommer Bilder ausgestellt, die von Flüchtlingen aus der Staufenburg gemalt wurden. Viele Flüchtlinge konnten auf diese Weise traumatische Erlebnisse verarbeiten, ihre Trauer, ihre Ohnmacht gegenüber der politischen Situation aber auch ihre Liebe zu ihrem Heimatland zum Ausdruck bringen.
Außerdem waren dort auch Fotos der Aktion „Grenzen überwinden“ zu sehen. Dominik Walter hatte im November 2015 rund 200 Lichtensteiner Bürger und Asylbewerber zusammengebracht. Diese taten sich jeweils zu zweit zusammen und ließen sich separat von dem Fotograf Stefan W. Wolf fotografieren. Dieser setzte im Anschluss die Fotos zusammen. So sind verschiedene Collagen entstanden, die zeigen, dass alle, egal ob Einheimische oder Flüchtlinge, nur Teil eines großen Ganzen sind und Grenzen leicht zu überwinden sind.
In der Woche vom 13.-17. Juni fand an der Karl-Bröger-Schule ein Afrika-Projekt statt. Moses, Ibrahim und Saikuh, 3 Afrikaner aus der Staufenburg, nahmen daran teil und stellten den Schülern mit großer Begeisterung einige afrikanische Spiele vor…
Barbara Simen, Lehrerin an der Karl-Bröger-Grundschule in Unterhausen, hatte die großartige Idee, Asylbewerber aus Afrika zum Afrikaprojekt einzuladen. Mit ihren Schülern behandelte sie das Thema „Spielen und Spielzeug in Afrika“ und so kamen Moses und Ibrahim aus der Staufenburg in den Unterricht, um mit den Kindern einige afrikanische Spiele auszuprobieren.
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und spontaner Offenheit beantworteten sie außerdem die Fragen der Schüler. Vor allem die Jungen in der Klasse waren von den Gästen völlig hingerissen – endlich mal männliche Gegenüber! Der sprachliche Austausch gelang mal auf Deutsch, mal auf Englisch und war nicht nur für die Afrikaner sondern auch für die Schüler ein gutes Sprachtraining. Sie lernten sogar einige afrikanische Wörter in Mandinka.
Barbara Simen war begeistert von der Improvisationsfähigkeit der Afrikaner, z.B. als ein plötzlicher Regenguss eine spontane Programmänderung erforderlich machte. Dieser „Ausflug“ in das afrikanische Lebensgefühl ging sogar so weit, dass alle die Zeit völlig vergaßen und die Begegnung am Ende doppelt so lange dauerte wie geplant.
Am letzten Tag der Afrikawoche kamen Moses, Ibrahim und Saikuh dann zum Afrika-Schulfest, wo Barbara Simens Klasse Spielstationen mit afrikanischen Spielen anbot. Die drei übernahmen spontan die Betreuung des Ngoli-Spiels mit selbst gemachten afrikanischen Bällen. In diesem Raum herrschte stets eine super Stimmung, ausgelöst durch den lockeren und freundlichen Umgang der drei Afrikaner mit den Kindern.
Vielen Dank an Moses, Ibrahim und Saikuh für diese wertvollen und spannenden Einblicke in ihre Kultur! Und vielen Dank auch an Frau Simen und ihre Schüler für ihr Interesse und ihre Offenheit!
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