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Gottesdienst anlässlich des Weltflüchtlingstages

Am Sonntag, den 26. Juni, fand in der Johanneskirche ein Gottesdienst anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni statt. Neben Frau Drecoll, der evangelischen Pfarrerin, und der Asylpfarrerin Ines Fischer wirkten auch Flüchtlinge aus Lichtenstein sowie Iris Loehrke von der Geschäftsstelle des AK Asyl mit…

In einem feierlichen Gottesdienst standen am Sonntag in der Johanneskirche Unterhausen die Flüchtlinge und der AK Asyl im Mittelpunkt. Die Asylpfarrerin Ines Fischer erinnerte in ihrer Predigt an die beschwerliche Flucht der Flüchtlinge und forderte zu Verständnis und Mitgefühl auf. Sie machte auf die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland aufmerksam und dankte den Ehrenamtlichen AK Asyl Lichtenstein für die tolle Arbeit, die sie in Lichtenstein tagtäglich leisten.

Für wunderschöne Musik sorgten Omar Ba aus Senegal und Mirzo Shvan aus Syrien. Sie spielten eindrucksvoll auf Djembe-Trommeln bzw. einer Tambur. Auch Tony Mono aus Nigeria beteiligte sich am Gottesdienst, er sprach eine Fürbitte für alle Flüchtlinge auf Englisch.

Im Rahmen des Gottesdienst wurde außerdem ich als Geschäftsstellenleiterin des AK Asyl Lichtenstein in mein Amt eingeführt. Mit freundlichen Worten hieß mich Pfarrerin Sabine Drecoll willkommen und gab mir zusammen mit Ines Fischer den Segen.

Im Anschluss sprach mir Marco Gass, der als Vertretung des Bürgermeister zum Gottesdienst kam, seine Anerkennung für meine Arbeit aus und wünschte mir viel Erfolg für die zukünftigen Aufgaben. Dafür bedanke ich mich recht herzlich!

Iris Loehrke

GEA-Bericht über den AK Asyl Lichtenstein

Am 21. Juni besuchte uns Joachim Baier vom GEA in der Geschäftsstelle des AK Asyl Lichtenstein und stellte uns viele Fragen zu unserer Arbeit. Mit dabei war auch Herr Allramseder von der Firma Allramseder, die den Arbeitskreis Asyl nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch zwei Flüchtlinge beschäftigt…

Am 23. Juni erschien im GEA ein Artikel, in dem über die Geschäftsstelle sowie den Arbeitskreis und auch die Firma Allramseder berichtet wurde, die uns letztes Jahr zu Weihnachten mit einer großzügigen Spende bedacht hat und der zwei Flüchtlinge aus Unterhausen in seiner Firma beschäftigt.

Hier geht es zum Artikel:

http://www.gea.de/region+reutlingen/pfullingen+eningen+lichtenstein/die+faeden+in+einer+hand+.4865861.htm

Kunst im Tuffsteinkeller

Vom 17.-19. Juni fand in Honau die alljährliche Veranstaltung „Kunst im Tuffsteinkeller“ statt. Auch der AK Asyl Lichtenstein durfte dort einige Werke präsentieren…

Durch den Ort Honau fließt die Echaz, ein kleiner Fluss, der sehr viel Kalk aus den umliegenden Bergen mit sich trägt. Aus diesem Kalk ist der Untergrund in Honau geformt und aus den Tuffsteinen, die aus versteinerten Pflanzen entstanden, wurden die dortigen Häuser gebaut. Die Schächte im Boden wurden früher als Keller für Kartoffeln, Äpfel, Möhren, Sauerkraut und in Gläsern eingekochtes Obst und Gemüse genutzt.

Rund 1.000 Besucher kamen von Freitag bis Sonntag nach Honau, um Bilder, Fotos, Skulpturen und Installationen von regionalen Künstlern in verschiedenen Tuffsteinkellern und Gebäuden in Honau zu bestaunen.

In der Honauer Kirche wurden im Rahmen eines Malprojekts mit Jeanette Sommer Bilder ausgestellt, die von Flüchtlingen aus der Staufenburg gemalt wurden. Viele Flüchtlinge konnten auf diese Weise traumatische Erlebnisse verarbeiten, ihre Trauer, ihre Ohnmacht gegenüber der politischen Situation aber auch ihre Liebe zu ihrem Heimatland zum Ausdruck bringen.

Außerdem waren dort auch Fotos der Aktion „Grenzen überwinden“ zu sehen. Dominik Walter hatte im November 2015 rund 200 Lichtensteiner Bürger und Asylbewerber zusammengebracht. Diese taten sich jeweils zu zweit zusammen und ließen sich separat von dem Fotograf Stefan W. Wolf fotografieren. Dieser setzte im Anschluss die Fotos zusammen. So sind verschiedene Collagen entstanden, die zeigen, dass alle, egal ob Einheimische oder Flüchtlinge, nur Teil eines großen Ganzen sind und Grenzen leicht zu überwinden sind.

 

Afrikaprojekt an der Karl-Bröger-Schule

In der Woche vom 13.-17. Juni fand an der Karl-Bröger-Schule ein Afrika-Projekt statt. Moses, Ibrahim und Saikuh, 3 Afrikaner aus der Staufenburg, nahmen daran teil und stellten den Schülern mit großer Begeisterung einige afrikanische Spiele vor…

Barbara Simen, Lehrerin an der Karl-Bröger-Grundschule in Unterhausen, hatte die großartige Idee, Asylbewerber aus Afrika zum Afrikaprojekt einzuladen. Mit ihren Schülern behandelte sie das Thema „Spielen und Spielzeug in Afrika“ und so kamen Moses und Ibrahim aus der Staufenburg in den Unterricht, um mit den Kindern einige afrikanische Spiele auszuprobieren.

Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und spontaner Offenheit beantworteten sie außerdem die Fragen der Schüler. Vor allem die Jungen in der Klasse waren von den Gästen völlig hingerissen – endlich mal männliche Gegenüber! Der sprachliche Austausch gelang mal auf Deutsch, mal auf Englisch und war nicht nur für die Afrikaner sondern auch für die Schüler ein gutes Sprachtraining. Sie lernten sogar einige afrikanische Wörter in Mandinka.

Barbara Simen war begeistert von der Improvisationsfähigkeit der Afrikaner, z.B. als ein plötzlicher Regenguss eine spontane Programmänderung erforderlich machte. Dieser „Ausflug“ in das afrikanische Lebensgefühl ging sogar so weit, dass alle die Zeit völlig vergaßen und die Begegnung am Ende doppelt so lange dauerte wie geplant.

Am letzten Tag der Afrikawoche kamen Moses, Ibrahim und Saikuh dann zum Afrika-Schulfest, wo Barbara Simens Klasse Spielstationen mit afrikanischen Spielen anbot. Die drei übernahmen spontan die Betreuung des Ngoli-Spiels mit selbst gemachten afrikanischen Bällen. In diesem Raum herrschte stets eine super Stimmung, ausgelöst durch den lockeren und freundlichen Umgang der drei Afrikaner mit den Kindern.

Vielen Dank an Moses, Ibrahim und Saikuh für diese wertvollen und spannenden Einblicke in ihre Kultur! Und vielen Dank auch an Frau Simen und ihre Schüler für ihr Interesse und ihre Offenheit!

Gemeinsame Putzaktion in Lichtenstein

Am Samstag, den 16. April, haben rund 30 Flüchtlinge und Ehrenamtliche des AK Asyls Lichtenstein sowie weitere Freiwillige mitgeholfen, längst vergessenen Müll am Straßenrand, auf Wiesen und im Wald zu entsorgen. Alle hatten viel Spaß dabei…

Liebe Lichtensteiner,

wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns bei der Markungsputzete unterstützt haben. Leider hat uns das Wetter am Samstagnachmittag einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ein wesentliches Ziel war es für uns zusammen mit den Asylanten in Lichtenstein etwas wirklich Sinnvolles zu tun und mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Beides ist uns gut gelungen. Bereits auf dem Weg gab es intensive Gespräche und danach saßen die Teams bunt gemischt in der Aula der Uhlandschule bei Vesper und Getränken, die von der Gemeinde spendiert wurden.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, an die Gemeinde, an die Freiwillige Feuerwehr Lichtenstein, an den Hausmeister der Uhlandschule und ganz besonders an Herrn Schwille und sein Team vom Bauhof, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre.

Unsere Gemeinde ist relativ sauber. Die Mitarbeiter des Bauhofs leeren an jedem Freitag die Mülleimer und nehmen dann auch den an den Altglascontainern „wild“ abgelegten Müll mit. Es gibt jedoch leider immer wieder Leute, die meinen, ihren Müll auf Kosten der Allgemeinheit am Altglascontainer, in der Echaz, an Wanderwegen oder im Wald einfach wegwerfen zu können. Dabei handelt es sich nicht nur um leere Flaschen, um Verpackungen oder um die Behälter vom Fast-Food-Essen oder gebrauchte Baby-Windeln – es werden auch größere Gegenstände einfach in die Natur geworfen.

Bereits bei den Vorbereitungen für die Markungsputzete haben die Mitarbeiter der Bürgerinitiative „Wir sind Lichtenstein“ vier alte Autoreifen mit Felgen im Reißenbach gefunden. Ein Prospektverteiler, der seiner Arbeit wohl überdrüssig war, hat seine gesamte Wagenladung in einem Gebüsch mitten im Ort „entsorgt“. An der Lichtensteinhalle fanden Schüler der Uhlandschule einen Monitor und einen defekten Receiver.

Werner Neubrander der Sprecher der Bürgerinitiative „Wir sind Lichtenstein“ hat die Markungsputzete in Unterhausen generalstabsmäßig geplant. Er hat Einsatzpläne, Fahrpläne für die Fahrzeuge, Routenbeschreibungen und Routenpläne, auf denen das betreffende Revier und die Route farbig eingezeichnet waren, für die Teams vorbereitet, die am Samstag unterwegs waren.

Zu einem Treffen der Bürgerinitiative „Wir sind Lichtenstein“ im März kamen auch 2 Flüchtlinge mit ihrem Betreuer und bekundeten das Interesse der Flüchtlinge, die in der Staufenburg wohnen, an unserer Dorfputzete. Kurz darauf hat der Arbeitskreis Asyl in Lichtenstein 30 Asylbewerber zur Markungsputzete angemeldet.

Die Asylanten und die Betreuer trafen sich an der Staufenburg. Dort wurden von Dieter Bertsch und Siegfried Benndorf von „Wir sind Lichtenstein“ die Teams gemäß Einsatzplan eingeteilt und die Routenbeschreibung und die Arbeitsgeräte  ausgegeben.

Ein Mannschaftswagen der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenstein, ein LKW des Bauhofs mit großer Kabine und ein privater Kleinbus brachten die Teams zu den außerhalb liegenden Ortsteilen, zu Wanderwegen, Aussichtspunkten und Rast- und Spielplätzen außerhalb von Lichtenstein.

Betreut wurden die Asylanten von den Mitarbeitern von „Wir sind Lichtenstein“ und von Mitgliedern der örtlichen Vereine und vor allem von Mitarbeitern des Arbeitskreis Asyl und von Mitgliedern der Offenen Grünen Liste. Die Teams, die mit einem Fahrzeug oder zu Fuß an der Staufenburg starteten, bestanden aus 4 – 5 Leuten – meist aus 2 oder 3 Asylanten und 2 Einheimischen.

Die Teilnehmer aus den Vereinen und Familien mit Kindern und freiwillige Helfer, die sich meist vorher angemeldet hatten, erhielten ihre Arbeitsgeräte, Greifzangen, Eimer und Müllsäcke zusammen mit dem Routenplan an der Uhlandschule in Unterhausen und brachen auf in die eingeteilten Reviere.

Wir freuten uns besonders über eine Familie, die angekündigt hatte, dass sie den Fußweg nach Honau saubermachen wollte – und dort vor allem die Hundehäufchen und die weggeworfenen Plastiktüten mit den Hinterlassenschaften von Hunden speziell an den Böschungen beseitigen wollte. Die Hundehäufchen auf privaten Grundstücken und am Wegesrand werden von den meisten Bürgern als ein großes Ärgernis empfunden.

Eine ganz besondere Anmeldung zur Markungsputzete kam von Arnold Sendler, dem Vorsitzenden der Grünen im Gemeinderat von Lichtenstein. Er kam mit seinem Kleinbus zur Staufenburg fuhr mit einem größeren Team zum Kalkofen und übernahm die Säuberung des Bereichs Kalkofen, die Wege zur Nebelhöhle und die Wege zum Schloss Lichtenstein mit dem dort liegenden großen Kinderspielplatz.

Eine Stunde nach dem Start begann es leider zu regnen – und der Regen wurde immer stärker. Einige Teams stellten sich unterwegs unter oder flüchteten in ihre Fahrzeuge. Für die Rückholung der teilweise durchnässten Helfer bei der Putzete wurden die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Bauhofes und sogar ein Kleinbus des DRK eingesetzt.

Zum Abschluss der Markungsputzete trafen sich alle Teilnehmer in der Aula der Uhlandschule. Dort waren Getränke und ein Vesper bereitgestellt, das von der Gemeinde spendiert wurde. Auch das von „Wir sind Lichtenstein“ kreierte Lichtensteiner Laugen–„L“, das für Lichtenstein steht, durfte nicht fehlen.

Alle Teilnehmer, der Bürgermeister von Lichtenstein Peter Nußbaum und mehrere Gemeinderäte, die bei der Markungsputzete mitgearbeitet hatten, saßen nun zusammen mit den Asylanten aus der Staufenburg in der Aula.

Werner Neubrander von „Wir sind Lichtenstein“ bedankte sich bei allen Teilnehmern und bedauerte, dass das Wetter leider nicht gehalten hat. Ansonsten war er froh, dass die Aktion reibungslos über die Bühne gegangen ist.

Werner Neubrander – Wir sind Lichtenstein

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