10.Dezember – Tag der Menschenrechte

1948, drei Jahre nach dem entsetzlichen 2. Weltkrieg, wurden die (internationalen) universellen Menschenrechte von den Vereinten Nationen ausgerufen. Ziel war es, dass sich die Gräuel und Not u.a. eines Krieges, nie wieder wiederholen sollten und hierzu sollten alle Länder zustimmen. Zu den Menschenrechten zählen z.B. das Recht auf Bildung und Gesundheitsversorgung, das Recht auf (sauberes) Wasser, und ganz allgemein …“alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Es existieren weltweit leider eine sehr unterschiedliche Umsetzung,  bzw. sogar das absolute Nicht-Einhalten der Menschenrechte – die Rechte sind (leider) nicht einklagbar.

Daran wurde heute in Reutlingen auf dem Marktplatz erinnert – Passanten, Gäste und interessierte Menschen kamen und hinterließen als Symbol ihrer Solidarität und ihres Gedenkens an die Menschenrechte und derer Missachtungen ihren Fußabdruck. Wir hoffen, dass wir uns – abgesehen vom 10. Dezember – auch weiterhin an die universell geltenden Rechte für Menschen erinnern und diese respektieren.

Ausflug zum Biolandhof Rauscher in Hohenstein

Am 2. Oktober haben wir mit 20 Menschen mit Fluchthintergrund einen Ausflug nach Ödenwaldstetten zur Hofkäserei Rauscher gemacht. Die Gruppe setzte sich aus Kindern und Erwachsenen aus Syrien, Irak, Eritrea und Gambia zusammen. Helmut Rauscher führte uns über den Hof und vermittelte amüsante und interessante Einblicke in die Arbeit mit Wasserbüffeln und Kühen unter Berücksichtigung der biologischen Landwirtschaft. Auch über die geologischen und meteorologischen Bedingungen auf der rauen Alb konnten selbst  die „Einheimischen“ noch einiges lernen. Wussten sie zum Beispiel, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Ödenwaldstetten bei nur 9,6 Grad liegt? Die Kinder interessierten sich neben den Büffeln besonders für die Schweine und Katzen. Außerdem gab es herrliche Schlammpfützen. Im Anschluss durften wir verschiedene Käse verkosten und den beeindruckenden Klängen des Alphorns lauschen. Der Hof beschäftigt selbst eine Frau aus Syrien, die inzwischen dort das deutsche käsen gelernt hat und die Älbler wiederum mit ihrem Wissen über Käse bereichert. Es war ein gelungener Ausflug und wir bedanken uns bei der Hofkäserei Rauscher, die dieses  Angebot kostenlos gemacht hat.

Jeanette Sommer

Letztes Asyl-Café

Am Mittwoch, den 27. November 2019 fand das letzte Asyl-Café in den Räumen des Café Chai in der Brögerschule statt.  Nach vielen Jahren des gemeinsamen Spielens, Sprechen und Zusammenseins haben sich nun die Bedarfe der Menschen mit Fluchhintergrund geändert. War das Asylcafé lange Anlaufstelle für Fragen rund um das „Ankommen“ in Lichtenstein, so sind jetzt andere Themen an der Tagesordnung. Für den Asylkreis bedeutet dies ein Neuausrichtung.

Der letzte Abend im Asyl-Café war jedoch ein voller Erfolg. Viele Menschen, die lange nicht mehr vorbeigeschaut haben waren zu Gast um die gemeinsame Zeit zu feiern. Sowohl die aktiven Ehrenamtlichen, als auch ehemalige Engagierte waren präsent und haben zum bunten Buffet beigetragen. Herzlichen Dank dafür!

Gemeinsam den „Orientalischen Eintopf“ genießen

Auch neue Ehrenamtliche haben die Gelegenheit zum Kennenlernen genutzt

Auf bald!

Interkulturelle Woche in Lichtenstein

Von Sonntag, den 22. September bis Samstag, der 28. September findet in Lichtenstein die Interkulturelle Woche statt.

Am Sonntag beginnen wir um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst zum Thema “ Zusammen leben – Zusammen wachsen“ in der Johanneskirche. Ab 17 Uhr in im Rathaus Lichtenstein die Vernissage „Sharing one World“ zu bestaunen.

Am Montag, den 23.9. findet um 19:30 Uhr ein Vortrag im Bürgertreff statt zum Thema : „Seenotrettung, Hintergründe und Fakten.“ mit Ines Fischer

Am Dienstag, den 24.9. gibt es von 15 – 18 Uhr Spiel und Spass für Kinder, sowie Kaffee und Kuchen rund ums Rathaus. Ab 18:30 Uhr finden wir uns auf dem Rathausplatz zu einem Interreligiösen Friedensgebet zusammen.

Am Mittwoch, den 25.9. ist von 14:30 – 16:30 Uhr Elterncafé mit der Überschrift „Ernährung“. Am Abend um 19:30 Uhr wird unter Anleitung zu  internationalen Kreistänzen im Gemeindehaus getanzt!

Am Donnerstag, den 26.9. kann an der Veranstaltung in der Gemeindebücherei in Unterhausen zum Thema „Lebendige Bücher und lebendige Bilder“ teilgenommen werden.

Am Freitag, den 27.9. findet ein Poetry-Slam Workshop im Jugendtreff in Unterhausen statt. Für Jugendliche ab 16 Jahren. Von 15 – 17 Uhr soll es auf dem Basketballplatz ein Freundschaftsspiel geben. Am Abend wird es in der Citykirche in Reutlingen um 19:00 Uhr ein Gottesdienst zum Tag des Flüchtlings abgehalten zum Thema „Solidartät und Gemeinschaft“. Treffpunkt 18 Uhr beim Ak-Asyl, Friedhofsweg 1, zur gemeinsamen Abfahrt.

Am Samstag, den 28.9. kann die Schrauberwerkstatt zum Tag der offenen Tür besucht werden.  Von 14 – 17 Uhr werden Seifenkisten gebaut. Mit anschließendem Rennen! Am Samstag Abend findet das große Abschlussfest der Interkulturellen Woche im Gemeindehaus in Honau statt. Es wird ein buntes Unterhaltungsprogramm mit offener Bühne und abwechslungsreichen Programmpunkten geben. Eine Herzliche Einladung an alle, die etwas zum bunten Buffet beitragen wollen! Für Getränke ist gesorgt!

 

 

Abend der Internationalen Gesellschaftsspiele

Am Dienstag, den 18. Februar 2019 veranstaltete der AK Asyl einen Abend der Internationalen Gesellschaftsspiele! Wir trafen uns zu verschiedenen und internationalen Spielen bei Kaffee, Tee und gemütlichem Beisammensein! Von 17:00 bis 20:00 Uhr wurde im Bürgertreff in Unterhausen gewürfelt, gepokert und taktiert. Hier ein paar Eindrücke:

                           

Lernraum für Geflüchtete

Im April wurde ein Lern- und Computerraum für Geflüchtete eröffnet…

In den Räumlichkeiten der methodistischen Gemeinde wurde ein Lern- und Computerraum für geflüchtete Menschen in Lichtenstein eingerichtet. Dort können sie an 2 Vormittagen und 2 Abenden pro Woche in Ruhe lernen, Stellenangebote im Internet suchen, eine Bewerbung schreiben, usw. Viele Geflüchtete haben keinen Computer zuhause und sind sehr dankbar für das Angebot.

Jihad, ein junger Familienvater aus Syrien, betreut den Lernraum an 2 Abenden. Er selbst freut sich sehr darüber, eine Möglichkeit zu haben, in Ruhe lernen zu können. Zuhause ist das oft schwierig mit seiner kleinen Tochter.

In Zukunft soll der Raum auch für weitere Angebote genutzt werden, z.B. für einen Konversationskurs.

Die aktuellen Öffnungszeiten sind:

Montags 18.00 – 20.00 Uhr

Dienstags 9.00 – 12.00 Uhr

Mittwochs 9.00 – 12.00 Uhr

Donnerstags 18.00 – 20.00 Uhr

5-jähriges Jubiläum des AK Asyl Lichtenstein

Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums des AK Asyl Lichtenstein hat die Geschäftsstelle eine Broschüre erstellt….

Diese liegt ab sofort im Rathaus, im evangelischen Gemeindehaus und in der Gemeindebücherei aus. Wir stellen daran einige geflüchtete Menschen sowie ein paar Mitarbeiter vor, präsentieren sehr anschaulich Zahlen und Fakten und lassen den Bürgermeister, die Asylpfarrerin Ines Fischer sowie die Pfarrer und Diakone der Kirchen zu Wort kommen.

Jeder ist herzlich eingeladen, sich ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen und sich ein umfassendes Bild von der Asylarbeit in Lichtenstein zu machen.

 

Weihnachtsfeier

Am Samstag, den 16. Dezember fand im Gemeindehaus ein von den Geflüchteten organisiertes Weihnachtsfest statt…

Das besondere an dieser Veranstaltung war, dass sie dieses Mal von den geflüchteten Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Gambia, usw. selbst organisiert wurde. Nur mit der nötigsten Unterstützung durch Haupt- und Ehrenamtliche wurde so ein wirklich großartiges Fest auf die Beine gestellt.

Schon 2 Tage vorher hatten mehrere Männer zusammen in der Küche des Gemeindehauses viele Stunden lang gebraten, gebrutzelt und gekocht. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. Riesige Platten voller Reis mit Fleisch, Gemüse, Salaten, Schalen voller leckerer Soßen, Dips und Teller mit süßen Nachspeisen und Kuchen standen für die Gäste bereit.

Am späten Nachmittag begrüßte Emad Abu Rinneh auf Arabisch die Gäste mit einem großen Dankeschön. Der Integrationsmanager Hakim Khezami, gebürtiger Tunesier, übersetze für ihn. „Wenn wir Ihnen allen nicht das zurückgeben können, was Sie für uns getan haben, werden es eines Tages unsere Kinder tun“. Die zahlreichen Gäste, darunter auch Bürgermeister Peter Nussbaum, Pfarrer Dr. Martin Bauspieß sowie Dekan Herrmann Friedl, waren sichtlich berührt von der Rede.

Im Anschluss durften sich alle am reichlichen Buffet, hinter dem die stolzen Köche standen, bedienen. Es herrschte eine fröhliche, ungezwungene Atmosphäre. Und nicht nur einer der Gäste machte den Vorschlag, doch mal einen arabischen Kochkurs zu starten.

Zwischendurch gab es noch einen musikalischen Beitrag vom Kader Ahmad mit seiner Saz sowie eine Bescherung für alle Kinder. Zum Glück hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des AK Asyl Lichtenstein genügend Geschenke einkalkuliert, so dass jedes Kind strahlend ein Geschenk entgegen nehmen konnte.

Wir hoffen sehr, dass wir in diesem Jahr wieder ein solches Fest auf die Beine stellen können. Denn es war für alle, Geflüchtete, Lichtensteiner Bürger, Haupt- und Ehrenamtliche der Asylarbeit ein voller Erfolg und ein sehr eindrückliches Erlebnis.

 

 

Ausflug in die Wilhelma

Nachdem der Ausflug letztes Jahr so viel Anklang fand, sind wir auch dieses Jahr wieder alle zusammen in die Wilhelma gefahren…

Am vergangenen Freitag sind wir mit ca. 80 Personen, verteilt auf 2 große Busse, in die Wilhelma gefahren. Viele Familien waren schon im letzten Jahr dabei und haben sich seit Wochen auf diesen Ausflug gefreut.

Gegen 11.30 Uhr haben wir dann in kleinen Gruppen die Runde durch die Wilhelma gemacht. Die Kleinsten wurden im Kinderwagen oder Fahrradanhänger geschoben. Zum Mittagessen traf man sich dann teilweise vor dem Elefantengehege, dort wurden große mitgebrachte Töpfe ausgepackt mit Salat, gefüllten Weinblättern, Teigtaschen und sogar Pommes. Sehr lecker!

Um 16 Uhr haben wir uns wieder am Eingang getroffen und sind mit den beiden Reisebussen nach Unterhausen zurück gefahren. Alle waren zwar müde vom vielen Laufen, aber sehr glücklich. Auch mit dem Wetter hatten wir wieder großes Glück. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder zusammen in die Wilhelma fahren können.

Gemütlicher Kochabend im Gemeindehaus

Am Mittwoch, den 11. Oktober haben wir zusammen mit den Flüchtlingen ein leckeres Herbstmenü gekocht…

Mit 35 Teilnehmern kochen, geht das überhaupt? Während die einen fleißig Brotteig angerührt haben, schnippelten die anderen eifrig Gemüse für die Kürbissuppe, ein paar Kinder durften Obst für den Nachtisch kleinschneiden und der Rest hat den Tisch gedeckt und die Zeit genutzt, um zu plaudern.

Unser Herbstmenü (Kürbissuppe mit frischem Brot und Obstquark als Nachtisch) kam bei allen gut an und war bis auf das Brot auch gar nicht so unbekannt. Kürbissuppe isst man in Syrien auch, gerne noch mit Erbsen und frisch gepresstem Zitronensaft auf der Suppe.

Beim nächsten Mal dürfen sich dann die Flüchtlinge ein Menü überlegen, das wir wieder gemeinsam kochen wollen. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

 

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